Lehrerfort- und -weiterbildung in den Fokus rücken

Stuttgart. In seiner Sitzung am Donnerstag, 27. April 2017, hat der Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport auf Antrag der CDU die aktuelle Situation und mögliche Weiterentwicklungen im Bereich der Lehrerfortbildung beraten. „Lehrerinnen und Lehrer sind der entscheidende Schlüssel für hohe Unterrichtsqualität an den Schulen und deshalb sind Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte verstärkt in den Fokus zu rücken“, teilte die Vorsitzende des Gremiums, die Grünen-Abgeordnete Brigitte Lösch, mit.

„Neben der Quantität und der Qualität der Fortbildungsveranstaltungen muss auch sichergestellt werden, dass das Fortbildungsangebot an den tatsächlichen Bedarfen der Schulen und der einzelnen Lehrkräfte ausgerichtet ist“, erklärte die Ausschussvorsitzende. Mit Mitteln zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft – Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ hätten die öffentlichen beruflichen Schulen seit 2011 die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte in ihrer schulbezogenen Fortbildungsplanung zu setzen. „Ziel ist es, die Fachkompetenz der Lehrkräfte vor dem Hintergrund des technischen Wandels zu aktualisieren und Innovationen der Arbeitswelt in der Schule zu verankern“, so Lösch. Dazu zählten beispielsweise die Einführung digitaler Hilfsmittel oder pädagogisch-didaktischer Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung. Derzeit sei eine Online-Umfrage zur inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung bei den Fortbildungen unter 110.000 Lehrerinnen und Lehrer gestartet worden. Mit einem hohen Rücklauf werde gerechnet, gab Lösch die Aussage der Ministerin wieder. Denn bereits nach wenigen Tagen hätten sich schon 5.000 Lehrerinnen und Lehrer beteiligt.

Die Vorsitzende erklärte, dass jede Lehrerin und jeder Lehrer das Recht auf Förderung im Rahmen einer schulbezogenen und schulübergreifenden Personalentwicklung habe, was eine Teilnahme an personenbezogenen Qualifizierungsmaßnahmen einschließe. Der Vorsitzenden zufolge ist die Mehrzahl der Lehrkräfte an Fortbildungen interessiert und nimmt die bestehenden Angebote wahr. Die Kultusministerkonferenz sehe es als zentrale Aufgabe an, die Qualität schulischer Bildung zu sichern und habe daher Standards für die Lehrerbildung formuliert. Wie Lösch darlegte, fänden bereits seit Jahren zentral Fortbildungen zum Thema Teambuilding und Teamarbeit statt, die sich an Lehrkräfte der verschiedenen Schularten der allgemein bildenden Schulen sowie an Lehrkräfte aus beruflichen Schulen richten würden.

„Lehrerfortbildungen haben einen sehr hohen Stellenwert für uns“, betonte Brigitte Lösch. „Das sieht man auch daran, dass die finanziellen Mittel in den letzten Jahren stark erhöht wurden.“

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