Doch Geheimdienst vor Ort?

Auffällig war beim Kiesewetter Mord von Anfang an, daß es einen derart massiven Polizeieinsatz zur Täterverfolgung gegeben hat, der andere Hintergründe haben mußte, als ein purer Polizistenmord – denn so etwas gab es in ähnlichen Fällen weder zuvor noch danach.

Daß nicht sein kann, was nicht sein darf, ist im Komplex „NSU“ längst jedermann geläufig.
Daran ändert auch die Tendenzberichterstattung der sogenannten Qualitätsmedien, die sich immer mehr selbst zu rechtfertigen bemüßigt sehen, recht wenig.
Der investigative Journalismus hat sich dazu selbst abgeschaltet. Es ist nur die Frage, wann herauskommt, wer und was dahintersteckt.
Ein Punkt im höchst zweifelhaften Verfahren in Sachen „Dönermorde“ etc.pp. ist nämlich die Frage, welche Rolle ausländische Geheimdienste beim Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn gespielt haben.
Erste Hinweise auf eine solche Verstrickung um den dem „Zwickauer Mordtrio“ Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe zugerechneten Fall wurden bekanntlich recht schnell vom Tisch gewischt, Staatsräson wird dazu vermutet.
Jetzt gab es im Stuttgarter Untersuchungsausschuß eine neue Zeugenaussage, die diesen mit dem Totschlagwort „Verschwörungstheorie“ belegten Verdacht bekäftigt.
Die sich selbst als Zeugin gemeldete Rechtsanwältin Ricarda Lang sagte über eine Kontaktperson aus, die ihr erklärt habe, daß es am 25. April 2007 auf der Theresienwiese in Heilbronn um ein Waffengeschäft gegangen sei.
Lang ist seit 2003 Anwältin im islamistischen Bereich und berichtete über ihr gegenüber gemachten Aussagen einer Quelle, die sie in diesem Rahmen seit einigen Jahren treffe.
Die Anwältin ist als Verteidigerin im Prozeß gegen die islamistischen Sauerlandgruppe bekannt, die Terroranschläge in Deutschland verüben wollten.
Die Quelle habe ihr zum Heilbronner Polizistenmord gesagt, daß nicht das „Wattestäbchen-Phantom“ den Mord begangen habe.
Dagegen soll sowohl der türkische Geheimdienst MIT wie auch der US-Geheimdienst CIA in Heilbronn vor Ort gewesen sein.
Es sei um eine Waffenübergabe gegangen.
Am Tag der Ermordung Kiesewetters soll ein Türke in Heilbronn gewesen, der als Doppelagent für die beiden Geheimdienste gearbeitet haben soll.
Lange schloß aus den Aussagen, daß es sich bei dem Türken um Mevlüt K. gehandelt habe. Dieser soll auch der Sauerlandgruppe Zünder geliefert haben.
Die Anwältin weigerte sich, „aus Sicherheitsgründen“ den Namen ihrer Kontaktperson zu nennen.
Wenn die Informationen wahr seien, sei die Quelle gefährdet. Sie habe 2012 oder 2013 das letzte mal Kontakt zu der Quelle gehabt.
Die Weigerung der Zeugin Lang, den Namen der Quelle zu nennen, stieß auf Unverständnis im Ausschuß.
Einzig, die AfD-Abgeordnete Baum zeigte dafür Verständnis.
Der Ausschuß beschloß dennoch, ein Ordnungsgeld gegen die Anwältin beim Amtsgericht zu beantragen.
Sie habe kein Zeugnisverweigerungsrecht behauptete Ausschußchef Wolfgang Drexler (SPD) zur Begründung.

Daß es bislang keine Zeugen gegeben hat, die die Anwesenheit von Mevlüt K. auf der Theresienwiese am Tattag bestätigt haben, verwundert nicht.
Auch die befragten Mitglieder der Sauerlandgruppe, die bekanntlich selbst von Geheimdiensten infiltriert waren, werden wohl nicht lebensmüde sein.
Eigentlich schwer vorstellbar, daß der Ausschuß, der bereits ein seltsames Zeugensterben rund um den Kiesewetter-Mordkomplex beobachten durfte, dies in Kauf nehmen will.

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