International organisierter Rauschgift-Händlerring zerschlagen

15 Personen in Pforzheim und Cali (Kolumbien) festgenommen und
insgesamt 2.720 g Kokain, Amfetamin und Streckmittel sichergestellt
Nach mehrmonatigen Ermittlungen haben Beamte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Karlsruhe (GER) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Pforzheim einen Drogenschmuggler- und Geldwäscherring zerschlagen. Unterstützt wurden sie dabei von der kolumbianischen Drogenpolizei in Cali. Von der zwischen Pforzheim/Bretten, Spanien und Kolumbien tätigen Bande wurden insgesamt 15 Tatverdächtige, zehn Männer und fünf Frauen im Alter von 19 bis 61 Jahren, festgenommen. Dabei handelt es sich um acht kolumbianische, fünf deutsche, einen spanischen und einen italienischen Staatsangehörigen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine in Kolumbien angehaltene und nach Pforzheim adressierte Postsendung. Diese enthielt Jeanshosen, in denen 500 Gramm Kokain mit hohem Reinheitsgehalt eingenäht war. Über den deutschen Zollverbindungsbeamten in Bogotá informierten die kolumbianischen Behörden sofort die GER Karlsruhe, die die Ermittlungen aufnahm. In der Folge wurden im Juni 2014 fünf Personen in Pforzheim festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Pforzheim erließ das Amtsgericht Pforzheim Haftbefehle gegen die fünf Beschuldigten. Bei den Wohnungsdurchsuchungen wurden unter anderem Amfetamin, Kokain sowie Streckmittel sichergestellt.
Die Suche nach den Drahtziehern und Hinterleuten führte die Ermittler zu zwei
weiteren Männern aus Pforzheim, die – völlig unbeeindruckt von der Sicherstellung
und den Festnahmen – weiterhin Drogengelder nach Kolumbien transferierten und
dort Kokain bestellten. Da diese Drogengeschäfte teilweise über Spanien
abgewickelt wurden, wurden über die Zollverbindungsbeamtin in Madrid die
spanischen Behörden eingebunden. In der Folge gelang es, ein weiteres Paket mit
260 Gramm in Kerzen verstecktem Kokain anzuhalten. Die zwei Männer aus
Pforzheim wurden im August in Haft genommen.
Nach Sicherstellung einer weiteren Paketsendung mit fast 300 Gramm Kokain in
Kolumbien wurden dort Anfang Oktober weitere acht mutmaßliche Bandenmitglieder
festgenommen.
Alle Personen müssen nun mit langjährigen Haftstrafen rechnen.
Gegen die fünf im Juni in Pforzheim festgenommenen Personen hat die
Staatsanwaltschaft Pforzheim bereits im September Anklage erhoben. Die
Ermittlungen gegen die beiden im August festgenommenen Verdächtigen stehen
kurz vor dem Abschluss.
Der Fall belegt erneut, dass eine effektive Bekämpfung der international
organisierten Kriminalität nur durch die enge Zusammenarbeit mit ausländischen
Strafverfolgungsbehörden möglich ist. Diese gute Zusammenarbeit wird
insbesondere auch durch deutsche Zoll- und Polizeiverbindungsbeamte im Ausland
gewährleistet.
Zusatzinformation:
In Baden-Württemberg gibt es in Karlsruhe und Stuttgart spezielle Ermittlungseinheiten zur
Bekämpfung der organisierten/schweren, grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität. Die
Einheiten bestehen paritätisch aus Zollbeamten des Zollfahndungsamtes Stuttgart und
Polizeibeamten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Durch die Zusammenlegung
der beiden Verwaltungen wird die Ermittlungsarbeit gebündelt und verstärkt.

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