Zu viel Windstrom

TransnetBW ruft den Südwesten zum Stromsparen auf

Hohes Windaufkommen im Norden führte am Sonntag, 15. Januar 2023 erneut zur Aktivierung eines großen Redispatch-Volumens in der Regelzone von TransnetBW.
Die Ampel in der App „StromGedacht“ zeigt darum tagsüber „Gelb“ und rät, den Stromverbrauch vorzuziehen oder zu verschieben. Um 17 Uhr wird die Ampel „Rot“, dann wird das größte Redispatch-Volumen angefordert. In dieser Phase, in der auch größere Mengen Strom aus dem Ausland zur Bedarfsdeckung verwendet wird, motiviert „Rot“ zwischen 17 und 19 Uhr zum Stromsparen.

Redispatch ist eine Anforderung zur Anpassung der Wirk­leistungs­einspeisung von Kraftwerken durch den Übertragungs­netz­betreiber, mit dem Ziel, auftretende Engpässe zu vermeiden oder zu beseitigen. Diese Maßnahme kann regel­zonen­intern und -übergreifend angewendet werden.
Durch die Absenkung der Wirk­leistungs­einspeisung eines oder mehrerer Kraftwerke bei gleichzeitiger Steigerung der Wirk­leistungs­einspeisung eines oder mehrerer anderer Kraftwerke bleibt in Summe die gesamte Wirk­leistungs­einspeisung nahezu unverändert bei gleichzeitiger Entlastung eines Engpasses.

„Es ist wie eine Meldung aus der dritten Welt: Baden-Württemberg erlebt einen Stromengpass“, kommentiert AfD-Fraktionschef Anton Baron MdL [Bild] den Stromsparaufruf von Transnet BW. „Und das, weil im Norden Deutschlands zu viel Strom produziert wird, der nun aufgrund fehlender Kapazitäten nicht mehr in den Süden geleitet werden kann. Das ist eine Farce: Die grüne Energiewende ist ganz klar gescheitert, eine durchgängige, verlässliche Energieversorgung ist mit grünem Flatterstrom schlichtweg nicht zu gewährleisten!“

Der energiepolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Uwe Hellstern MdL [Bild] ergänzt: „Da bekommen die Privatisierungspläne von Transnet BW noch eine ganz andere Dimension. Wer alles rigoros abschaltet, schafft halt ein Versorgungsproblem. Denn meine Anfrage (Drs. 17/2321) ergab, dass die Anzahl sog. Redispatch-Maßnahmen in Baden-Württemberg seit 2013 von 296 auf 1.117 alleine im 1. Quartal 2022 gestiegen sind. Den eigenen Anteil an den Kosten von mehreren 100 Millionen Euro dafür findet jeder auf seiner Stromrechnung. In dieser Situation vor Stromausfällen durch Elektroautos und Wärmepumpen warnen ist ebenso Ausdruck grüner Doppelmoral wie die Vorgänge von Lützerath mit 90 verletzten Polizisten. Und dieser Irrsinn ist noch lange nicht zu Ende.“

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