Reservebetrieb ist ein Witz

„Diese Entscheidung ist nicht nur nichts – sie ist sogar weniger als das.“

Mit diesen Worten kommentierte der AfD-Fraktionschef im Landtag von Baden-Württemberg, Bernd Gögel MdL, die Entscheidung für den Reservebetrieb von zwei süddeutschen Kernkraftwerken. „Habeck entscheidet großzügig, dass Neckarwestheim 2 und Isar 2 in Reserve bleiben dürfen. Und das, obwohl der Stresstest klar gezeigt hat, dass Strom-Engpässe nicht auszuschließen sind. Die Entscheidung zum bloßen Reservebetrieb ist daher nur mehr als Witz zu bezeichnen und beweist die fehlende Logik grüner Energiepolitik. Eindrucksvoll beweist diese auch Bundesumweltministerin Lemke, wenn sie nun den Reservebetrieb als vernünftige Entscheidung bezeichnet. Auch Kretschmann hält diese plötzlich für richtig. Die grüne Energiepolitik war vorher also unvernünftig und falsch. Diese Einsicht begrüße ich.“

Sie muss aber weitergehen: Alle verbliebenen Kernkraftwerke müssen weiterlaufen, fordert Gögel. „Wie wir schon im Landtagswahlprogramm forderten, braucht es zudem eine ideologiefreie Weitererforschung neuartiger Kernreaktoren und auch Neubauten von Kernkraftwerken – vor allem mit Blick auf die Zukunft. Die Krise zeigt, wie wichtig ein ausgeglichener Energiemix ist. Zur schnellen Entlastung müssen zudem die CO²-Bepreisung sowie die Energiesteuer abgeschafft, die Mehrwertsteuer auf ein Mindestmaß gesenkt und NordStream 2 in Betrieb genommen werden. Entgegen Scholz‘ unsäglich wählerverdummenden Behauptungen ist nicht Russlands Krieg schuld an der wirtschaftlichen Schieflage unseres Landes, sondern die falsche Energiepolitik. Sie ist zum Wohle unseres Landes unverzüglich zu beenden.“

Beim AKW-Stresstest hat Ideologie über Vernunft gesiegt
Auch der wirtschaftspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Leif-Erik Holm, kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung zur Kernkraft. Deutschland brauche die Kernenergie dringend.

„Die Entscheidung der Ampel, die verbliebenen Kernkraftwerke nicht länger laufen zu lassen, sondern nur als Reservekraftwerke einzusetzen, ist ein schlechter Witz. Damit wird rein gar nichts zur Lösung der Energiekrise beigetragen. Die Bundesregierung ignoriert nicht nur die wirtschaftliche Notwendigkeit von Kernkraft, sondern auch den großen mehrheitlichen Wunsch in der Bevölkerung, die Kraftwerke länger am Netz zu lassen. Offenbar ist Minister Habeck die Stimmung in seiner Partei wichtiger als die der Bürger. Leider hat wieder einmal die Ideologie über die Vernunft gesiegt. Damit trägt die Ampel weiter selbst dazu bei, dass die Preise bei Strom und auch beim Gas immer weiter explodieren.

Eine schnelle und dauerhafte Entlastung bei den Strompreisen ist nur mit der Kernenergie möglich. Deshalb müssten jetzt nicht nur die Laufzeiten der noch im Betrieb befindende Kernkraftwerke um mindestens fünf Jahre verlängert werden, sondern auch die Ende vergangenen Jahres vom Netz genommenen drei KKW reaktiviert werden. Zahlreiche Experten haben zuletzt sogar in einem Offenen Brief an die Regierung eindeutig bestätigt, dass ein Weiterbetrieb ohne weiteres möglich wäre.

Die Bürger und der Wirtschaftsstandort Deutschland brauchen dringend eine versorgungssichere und bezahlbare Energieversorgung. Genau dies liefert die Kernenergie, und das sogar umweltschonend. Ein Ausstieg aus dem Atomausstieg ist deshalb längt überfällig. Deutschland muss seinen unter Rot-Grün und Kanzlerin Merkel eingeschlagenen fatalen energiepolitischen Sonderweg endlich aufgeben. Es ist Zeit für den Wiedereinstieg.“

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