Respektloser Umgang mit unseren Lehrkräften

Für 72 Lehrkräfte im Landkreis Göppingen endete ihr befristeter Arbeitsvertrag zu Beginn der Sommerferien.

Das ergibt eine Kleine Anfrage (Drucksache 17/2852) des Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Goßner, der sich über die Antwort der Landesregierung entsetzt zeigt:
„Es herrscht Lehrermangel und dennoch werden vor allem junge Lehrkräfte jedes Jahr für sechs Wochen in die Arbeitslosigkeit geschickt. Mit dieser unwürdigen Praxis gefährdet die Landesregierung den Bildungsstandort Baden-Württemberg.
Lehrkräfte wandern ab oder kommen erst gar nicht, wenn sie dermaßen respektlos behandelt werden, nur weil die Landesregierung ein paar Euro sparen will.

Goßner [Bild] fragte ebenfalls nach, wie die grün-schwarze Regierung grundsätzlich gegen den Lehrkräftemangel vorgehen werde.
Besonders in ländlichen Regionen wolle man „Personen ohne grundständige Lehramtsausbildung“ zur Stabilisierung der Unterrichtsversorgung einsetzen.
Goßner dazu: „Das ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung. Die Regierung ist offensichtlich gar nicht daran interessiert, unseren Kindern die bestmögliche Bildung zu ermöglichen. Man bastelt stattdessen an einem Provisorium mit ‚Quereinsteigern‘, das erfahrungsgemäß zum Dauerzustand werden wird. Wir brauchen aber dringend fachgerecht ausgebildete Lehrkräfte, die mit den Herausforderungen ‚bunter‘ werdender Klassen und den pädagogischen Folgen übertriebener Corona-Maßnahmen umgehen können.

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