Moldau-Flug gestern Abend am Stuttgarter Flughafen gelandet

Das Land Baden-Württemberg nimmt 119 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer aus Moldau auf

Am gestrigen Mittwochabend sind 119 vor dem Krieg in der Ukraine Geflüchtete am Stuttgarter Flughafen angekommen. Die Menschen waren zunächst aus der Ukraine vor dem Krieg in das benachbarte Moldau geflohen.

„Ich bin sehr froh, dass alles gut geklappt hat und gestern Abend 119 ukrainische Geflüchtete hier in Stuttgart landen konnten. Unter ihnen sind viele vor allem auch wegen Krankheit besonders Schutzbedürftige, die hier in Baden-Württemberg nun eine sichere Zuflucht und Bleibe finden können. Damit leisten wir einen Beitrag, um Moldau, das in der aktuellen Situation besonders beansprucht ist, zumindest ein wenig zu entlasten. Dem Flughafen Stuttgart bin ich sehr dankbar für die hohe Flexibilität in dieser sehr dynamischen Lage. Auch den Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart gilt mein Dank für das außerordentliche Engagement bei Ankunft und Aufnahme dieser Menschen“, so Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges.

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder ergänzte: „Selbstverständlich übernimmt das Regierungspräsidium Karlsruhe auch in diesem Fall die verantwortungsvolle Aufgabe, die teilweise gesundheitlich schwer vorbelasteten Menschen aus der Ukraine bei uns willkommen zu heißen sowie sie entsprechend ihrem Bedarf zu verteilen und zu versorgen. Wir sind im Regierungsbezirk Karlsruhe insbesondere mit unserem Schutzraum „Christian-Griesbach-Haus“ in Karlsruhe für die Unterbringung von besonderes schutz- und gegebenenfalls pflegebedürftigen Menschen, aber auch in unseren weiteren Erstaufnahmeeinrichtungen aufgrund der bestehenden Strukturen sehr gut auf die Ankunft von Menschen mit besonderem Unterbringungsbedarf vorbereitet“.

„Russlands Angriffskrieg dauert an und es ist nicht abzusehen, wie tiefgreifend die Folgen sein werden. Wir stehen solidarisch an der Seite der Menschen in der Ukraine, die durch den Krieg Unrecht und großes Leid erfahren. Wir müssen aber auch den stark betroffenen Nachbarländern wie der Republik Moldau helfen. Es steht deshalb außer Frage, dass wir den Menschen schnell und unkompliziert Hilfe leisten. Es freut mich, dass wir gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe und vielen Partnern dies kurzfristig auf die Beine stellen konnten“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Deutschland hat zugesagt, in einem ersten Schritt 2.500 ukrainische Geflüchtete aus dem kleinsten Nachbarland der Ukraine aufzunehmen. Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge stehen dabei besonders im Fokus. Zu dieser Personengruppe zählen vor allem Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Personen mit schwerwiegenden Erkrankungen sowie alleinreisende Mütter mit Kindern, aber auch verwundete Menschen. Sie alle erhalten nach ihrer Registrierung bei Bedarf Unterkunft, Hilfeleistungen und medizinische Versorgung in Deutschland.

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