Wirtschaftsausschuss beim Expertengespräch zur Zukunft der Arbeit mit dem Bundespräsidenten in San Francisco

Im Rahmen der einwöchigen Informationsreise nach Kanada und Kalifornien war der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landtags von Baden-Württemberg zu Gast bei einem Expertengespräch des Weltwirtschaftsforums (WEF) in San Francisco zum Thema „Zukunft der Arbeit“. Die knapp 30-köpfige Delegation aus Stuttgart absolvierte diesen Termin gemeinsam mit der zeitgleich die USA bereisenden Delegation von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der Ausschussvorsitzende Dr. Erik Schweickert (FDP/DVP) bedankte sich für die Möglichkeit der Teilnahme. „Wir können in Baden-Württemberg auf eine lange Tradition an unternehmerischer Verantwortung zurückblicken“, so Dr. Schweickert. „Der Landtag von Baden-Württemberg wird angesichts der globalen Veränderungen die Schaffung und den Ausbau zukunftsfähiger Arbeitsplätze weiter unterstützen und einfordern.“

Der Termin beim „World Economic Forum“ war einer von insgesamt mehr als 20, die die Ausschussmitglieder vom 17. bis 23. Juni absolvierten, darunter Gespräche beim Car-Sharing-Unternehmen „Uber“ in San Francisco, bei SAP in Palo Alto oder MTU Aero Engines in Richmond. Auch das Thema „aktuelle Herausforderungen und Restriktionen in der Handelspolitik“ stand in Vancouver/Kanada auf dem Programm. „Der Wirtschaftsausschuss bereist in hochgradig brisanten und spannenden Zeiten den amerikanischen Kontinent“, so Dr. Schweickert.

Beim WEF erörterte die Delegation in einer Runde mit Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft die grundlegende Veränderung der Arbeitswelt angesichts der neuen technischen Möglichkeiten wie der Automatisierung und Digitalisierung wie auch die Auswirkungen dieses Umbruchs auf Gesellschaft und Staat. Dass sich der Arbeitsbegriff stark ändern werde, sei unter Fachleuten Konsens gewesen, berichtete Schweickert. So entstünden bei weiterem wirtschaftlichem Wachstum nicht nur viele neue Arbeitsplätze und fielen viele andere weg. Ein großer Teil unterläge einem starken Wandel und verlange von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern neue Fähigkeiten. Die Experten seien sich sicher: Die Wertigkeit von Arbeitsfeldern werde sich stark verändern.

Bundespräsident Steinmeier appellierte beim WEF an die Akteure der Wirtschaft, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Insbesondere angesichts der fortschreitenden weltweiten Aufstellung vieler Unternehmen seien diese konkret gefordert, in den jeweiligen Ländern die berufstätigen Menschen nicht alleine zu lassen mit den Folgen des Strukturwandels. Der Ausschussvorsitzende Dr. Schweickert bilanzierte im abschließenden Gespräch mit dem Bundespräsidenten: „Bei allen Chancen und Herausforderungen, die die neuen Entwicklungen für unsere starke Wirtschaft bringen, werden wir im Ausschuss diesem Thema weiter einen herausgehobenen Stellenwert einräumen. Das Land Baden-Württemberg wird die Unternehmen weiter unterstützen, aber auch fordern, wenn es um die Schaffung und die Weiterentwicklung von Arbeitsplätzen geht.“

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