Landtagspräsidentin Aras: Starke Beiträge zu Umweltschutz und Friedenspolitik

Stuttgart. Larissa Lindner aus der Beruflichen Schule Ravensburg, Simon Hedderich und Moritz Kramer sowie Alicia Kailer und Jessica Binefeld, alle aus dem Beruflichen Gymnasium Schwenningen, sind am heutigen Donnerstagvormittag, 26. April 2018, in Stuttgart von Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) mit dem Förderpreis des 60. Schülerwettbewerbs des Landtags ausgezeichnet worden. „Es ist ein gutes Zeichen, dass so viele junge Menschen bei unserem Schülerwettbewerb mitgemacht haben“, freute sich Aras. „Wer sich engagiert, wer sich beteiligt, der glaubt an das Gemeinwesen sowie an die eigene Kraft, es mitgestalten zu können.“

Über 3.200 Schülerinnen und Schüler aus 173 Schulen haben sich mit über 2.300 Arbeiten an der 60. Auflage des Wettbewerbs beteiligt. Die Landtagspräsidentin führte in ihrer Rede aus, dass sich die Politik intensiv mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts beschäftige. „Zusammenhalt, das Gefühl, dass wir bei allen Unterschieden und manchmal gegensätzlichen Meinungen, auf einem gemeinsamen Fundament stehen – das ist die Voraussetzung, dass wir als Gemeinwesen Erfolg haben“, betonte sie. Die Politik könne Zusammenhalt fördern, etwa durch Mittel für Projekte. „Politik kann diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt aber nicht verordnen. Er entsteht durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger“, machte die Präsidentin deutlich. Sie dankte auch ausdrücklich den Lehrerinnen und Lehrern, die den Wettbewerb an den Schulen begleiten: „Sie geben Orientierung, sie begleiten die Jugendlichen und vermitteln die Grundlagen für eine tolerante und liberale Gesellschaft.“

„In mehreren Arbeitsgängen wurde ein graphisch und bildlich absolut überzeugendes Werk geschaffen, das seine Botschaft klar und ausdrücklich übermittelt“ – so lautete die Bewertung der Förderpreisjury zum Plakat von Larissa Lindner. Die 22-Jährige hatte sich mit dem Thema Naturschutz oder Bedrohungen der Natur auseinandergesetzt und das Plakat „Der Wald kann auch ohne uns atmen“ eingereicht. Sie möchte auf ein Umweltproblem nicht nur hinweisen, sondern die Betrachter aufrütteln. „Larissa fordert uns eindrücklich auf, zu handeln, bevor wir unserer Umwelt und uns selbst irreparablen Schaden zufügen“, so Muhterem Aras.

„Sag mir, was Frieden ist“ ist der Titel der ausgezeichneten Videoreportage von Moritz Kramer und Simon Hedderich. Um eine breite Meinungsvielfalt aus unterschiedlichen Perspektiven anzubieten, haben die beiden Jungs sich viel Zeit für die Fragen an Experten genommen. Und so stellt das Förderpreisgremium fest: „Die Videoreportage wurde mit sehr großem Aufwand produziert. Die Arbeit ist sehr differenziert…..technisch sehr gut gemacht, mit tollen Schnitten, nicht langatmig, sondern spannend und berührend.“ Die Landtagspräsidentin stellt fest: „Als ich euren Film gesehen habe, habe ich mir gewünscht, auch Politik würde immer so funktionieren wie ihr vorgegangen seid.“

Jessica Binefeld und Alicia Kailer haben gemeinsam einen Song getextet und komponiert. Inspiriert wurden sie von Donald Trumps Aussagen zum Klimawandel. Professionell kombinierten sie Musikprogramm und eigenes musikalisches Können zu dem Song „Hört auf!“, der jeden auffordert, nicht wegzusehen, sondern aktiv zu werden. „Es wurde ein sehr abwechslungsreicher Song kreiert….. Insgesamt sehr lebendig, authentisch und geeignet, Gleichaltrige von ihrer Botschaft zu überzeugen“, so das Urteil des Förderpreisgremiums. Auch die Präsidentin zeigte sich beeindruckt: „Man hört einfach, dass ihr da viel Zeit und Herzblut reingesteckt habt“.

Die Förderpreisträgerinnen und –preisträger dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro freuen. Im Anschluss an die Preisverleihung gab es ein Treffen mit Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Den Abschluss der Preisverleihung bildete am Abend ein Besuch des Musicals Bodyguard.

Auch über den Tag hinaus macht die Landeszentrale für politische Bildung den Preisträgern weitere Bildungsangebote, die neue Einsichten fördern und Kontakte eröffnen sollen.

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