Neu: Bürgerzentrum des Landtags auch ohne Anmeldung zu besuchen

Stuttgart. Das Bürger- und Medienzentrum öffnet seine Pforten für Einzelbesucher: Ab Montag, 11. September 2017, können Interessierte ohne vorherige Anmeldung das neue Gebäude neben dem Landtag von Baden-Württemberg besichtigen. Freie Öffnungszeiten sind immer montags zwischen 17 und 20 Uhr. Das über Stufen und Aufzug zu erreichende, um einen Lichthof angeordnete Bürgerzentrum ist nicht nur architektonisch interessant. Eine interaktive Dauerausstellung gibt zudem spielerische wie spannende Einblicke in die Arbeit des Landtags. Auch der Raum, aus dem Landespressekonferenzen übertragen werden, ist zu sehen. „Wir wollen mitten in der Landeshauptstadt präsenter werden“, so Landtagspräsidentin Muhterem Aras. „Im Bürger- und Medienzentrum können sich die Bürgerinnen und Bürger selbst ein umfassendes Bild von ihrem Parlament und der Arbeit seiner gewählten Vertreter machen“,

Das neue Konzept sieht ebenfalls vor, den Landtag samt Bürger- und Medienzentrum an mehreren Samstagen im Jahr ganztägig für Besucher ohne Voranmeldung zu öffnen. Das erste Mal wird dies am 7. Oktober von 11 bis 17 Uhr der Fall sein. Als zweiter Termin ist der 9. Dezember 2017 geplant. Der Landtag bietet drei bis vier jeweils etwa einstündige Führungen für Gruppen bis zu 30 Personen an. Gezeigt und erklärt wird nicht nur das neue Besucherzentrum an Stuttgarts Kulturmeile, sondern auch das frisch sanierte Haus des Landtags mit seinem durch Lichtkegel und Lichtzylinder erhellten Plenarsaal. Geplante Uhrzeiten für die Führungen: 11.30 Uhr, 13 Uhr. 14.30 Uhr sowie, bei starker Nachfrage, 16 Uhr.

Hintergrund: Das der Form einer griechischen Agora („Versammlungsplatz“) nachempfundene Bürger- und Medienzentrum entstand als Ergänzung zum denkmalgeschützten Landtagsgebäude, das mit seiner dunklen Fassadenverglasung einen interessanten Kontrast zu den umgebenden historischen Gebäuden wie der Oper oder dem Neuen Schloss bildet. Der kubische Stahlskelettbau wurde von den Architekten Erwin Heinle und Horst Linde nach Entwürfen von Kurt Viertel 1959-1961 errichtet und von 2013 bis 2016 grundlegend, auch energetisch saniert. Das von den Architekten Henning Larsen entworfene und für 17,5 Millionen Euro erstellte Bürger- und Medienzentrum wurde im Juni 2017 eingeweiht. Markanter Blickpunkt: die Kunst am Bau. Eine Kunstkommission wählte die riesenhaft vergrößerte Schachfigur eines Bauern (Titel: „Der Volksvertreter“) des Schweizer Künstlers Beat Zoderer.

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