Fraktionen besorgt um Schulleiter: Bildungsausschuss will mehr Anreize für Leitungsaufgaben an Schulen

Stuttgart. Schulleitungen in Baden-Württemberg sollen attraktiver werden. Dies fordert der Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport in seiner 10. Sitzung. „Wenn Schulleitungen zentral sind für die Qualitätssicherung an Schulen, müssen sie auch ausreichend Unterstützung bekommen“, fasste die Vorsitzende des Gremiums, die Abgeordnete Brigitte Lösch (Grüne), die Beratungen zusammen. Das Kultusministerium sagte konkrete Vorschläge zu.

Der Bildungsausschuss befasse sich mit dem Thema, weil es ausweislich des Kultusministeriums immer schwieriger werde, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für Schulleiterstellen zu finden, so die Vorsitzende Lösch. Insbesondere bei kleinen Schulen im ländlichen Raum sei es oft kaum möglich, auch nur ausreichend Bewerberinnen und Bewerber zu bekommen. Im Jahr 2016 gab es statistisch 1,4 Bewerber auf eine Schulleiterstelle. Das Anforderungsprofil von Schulleitern als Manager und Führungskräfte werde gleichzeitig immer komplexer.

In dieser Analyse sei sich der Ausschuss parteiübergreifend weitgehend einig gewesen, berichtete Lösch. Ebenso in der Feststellung der Bandbreite möglicher Anreize für Lehrerinnen und Lehrer, sich für eine solche Leitungsaufgabe zu bewerben – von mehr Zulagen über mehr Freistellungszeit bis hin zu mehr Kompetenzen und Autonomie in den Entscheidungen. „Das Gremium war sich einig, dass es nicht nur eine Geldfrage ist, was Pädagogen davon abhält, sich für eine Leitungsaufgabe zu bewerben“, referierte die Vorsitzende Lösch. Die Antwort des Kultusministeriums stellte das Gremium in seiner Vagheit nicht zufrieden. Einzelne Ausschussmitglieder hätten das Ministerium aufgefordert, konkreter zu werden bei Lösungsvorschlägen. Der anwesende Staatssekretär im Kultusministerium, Volker Schebesta (CDU), habe zugegeben, die Situation könne nicht zufrieden stellen und zugesagt, insbesondere mit den Kommunalen Landesverbänden sowie dem Berufsschulverband die in deren Verantwortung laufenden und hälftig finanzierten Schulversuche mit Verwaltungsassistenten zu evaluieren. „Verwaltungsassistenten können nach Auffassung des Ausschusses eine Möglichkeit darstellen, zu Entlastungen zu kommen“, so die Vorsitzende Lösch.

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