Landtagspräsidentin Aras: Quintus Scheble hat Sachkompetenz und Glaubwürdigkeit verkörpert

Stuttgart. Nach über 18-jähriger Tätigkeit als Pressesprecher des Landtags von Baden-Württemberg verabschiedet sich Quintus Scheble Ende Januar 2017 vorzeitig in den Ruhestand. Nach Angaben Schebles erfolgt dieser Schritt aus privaten, familiären Gründen. „Für diese persönlichen Gründe habe ich natürlich volles Verständnis, bedauere allerdings aus Sicht des Landtags das Ausscheiden dieses um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Parlaments höchst verdienten Mitarbeiters außerordentlich“, erklärte Landtagspräsidentin Muhterem Aras am Donnerstag, 15. Dezember 2016, in Stuttgart.

Seine Tätigkeit beim Landtag hatte Scheble im Juni 1998 begonnen. Rasch machte er sich zum Sprachrohr des Parlaments und dessen Ausschüssen. „Schebles Auskünfte waren durch Sachkompetenz und Glaubwürdigkeit geprägt“, sagte Aras. Es sei ihm überzeugend gelungen, der Öffentlichkeit Arbeit, Arbeitsweise sowie Entscheidungen des Landtags transparent zu vermitteln. „Seine offene, faire und nicht zuletzt humorvolle Art ist auch innerhalb der Landtagsverwaltung sehr geschätzt worden“, so die Landtagspräsidentin.

Besondere Verdienste erwarb sich Scheble außerdem durch die redaktionelle Betreuung der Website des Landtags, die er als zeitgemäße und immer wichtiger werdende Informationsquelle konsequent weiterentwickelte. Zahlreiche Publikationen und Dokumentationen tragen seine Handschrift. Auch die Produktion von Filmen und Hörbüchern über den Landtag wurde von ihm begleitet. Darüber hinaus oblag ihm die PR-Arbeit für Veranstaltungen des Parlaments, insbesondere die Pressebetreuung bei Landtagswahlen.

Nach dem Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Tübingen und München sowie einer studienbegleitenden dreijährigen journalistischen Ausbildung war Scheble von 1979 bis 1982 landespolitischer Redakteur in der Stuttgarter Redaktion der Schwäbischen Zeitung und Mitglied der Landespressekonferenz. Von 1982 bis 1991 leitete er das Kultur- und Presseamt seiner Heimatstadt Ellwangen. Es folgte ein knappes Jahr als Pressereferent des Hauses der Geschichte. Ende 1991 wechselte er ins Kultusministerium, wo er zuletzt Leiter der Öffentlichkeitsarbeit war.

Die Nachfolge des 63-jährigen Scheble ist noch völlig offen. Die Stelle wurde in verschiedenen Zeitungen wie auch online ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 22. Dezember 2016. Geplant ist, die Stelle ab 1. Februar 2017 neu zu besetzen.

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