Umweltausschuss berät Ausbau der Übertragungsnetze

Trassenverlauf muss jetzt in einem offenen Dialog mit allen Beteiligten diskutiert werden.

Stuttgart. Der Ausbau der Übertragungsnetze nach und in Baden-Württemberg war am Donnerstag, 29. September 2016, aufgrund eines Antrags der SPD-Fraktion Gegenstand der Beratungen im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Dies hat die Vorsitzende des Gremiums, die SPD-Abgeordnete Gabi Rolland, mitgeteilt. „Für die Übertragungsleitung Suedlink liegen jetzt die Trassenverlaufsvorschläge vor. Der genaue Verlauf muss nun offen mit allen Beteiligten diskutiert werden. Transparenz ist hierbei sehr wichtig“, so Rolland.

Der Ausschuss habe es ausdrücklich begrüßt, dass noch im Oktober öffentliche Bürgerveranstaltungen geplant seien. Der Trassenausbau habe eine zentrale Bedeutung für den Umweltausschuss, da viele Menschen in Baden-Württemberg betroffen seien, bekräftige Gabi Rolland.

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW hätten nun zwei Vorschläge für Trassenkorridore für den Verlauf der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) Brunsbüttel-Großgartach und Wilster-Grafenrheinfeld des Suedlink erarbeitet und vorgestellt. Von der bayerischen Grenze bis Großgartach bei Heilbronn solle die Leitung parallel zur A 81 komplett als Erdkabel verlegt werden. Sie führe durch den Main-Tauber-Kreis, den Neckar-Odenwald-Kreis und den Hohelohekreis. Suedlink solle nach den derzeitigen Planungen im Jahr 2025 zur Verfügung stehen. Die Kosten für den Suedlink würden sich auf etwa zehn Milliarden Euro belaufen.

Gabi Rolland führte aus, dass die beiden Übertragungsleitungen Suedlink und Ultralink für die Energiewende und insbesondere auch für die Versorgungssicherheit in Südwestdeutschland von großer Wichtigkeit seien, auch wenn sie einen starken Eingriff in Natur und Landschaft darstellten. „Durch die geplante und gesetzlich fixierte Abschaltung der beiden noch aktiven AKW Philippsburg II und Neckarwestheim II in den Jahren 2019 und 2022 ist es unerlässlich, Strom aus dem Norden nach Baden-Württemberg zu bringen“, erläuterte die Vorsitzende.

Wie Gabi Rolland ausführte, habe das Umweltministerium versichert, dass die Versorgungssicherheit unter Berücksichtigung der geplanten Reserven selbst bei einer Verzögerung des Netzausbaus bis 2025 gewährleistet sei. Das gehe aus einem entsprechenden Gutachten hervor, das das Ministerium in Auftrag gegeben habe.

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