Einen Einblick in die dunkle Seite des Darknets-

und die polizeilichen Ermittlungsmaßnahmen
zur Aufdeckung von Händlern und Käufern illegaler
Waren erhielten der Bundesminister des Innern
Dr. Thomas de Maizière und der Innenminister und
stellvertretende Ministerpräsident des Landes
Baden-Württemberg, Thomas Strobl bei ihrem
heutigen Besuch im Landeskriminalamt
Baden-Württemberg.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat seit geraumer Zeit die
illegalen Geschäfte des Darknets, eines Teilbereichs des Internets,
im Visier. Die besondere Brisanz des Darknets liege darin, dass der
Zugang zum illegalen Markt für jedermann einfach möglich sei, so der
Präsident des Landeskriminalamtes Ralf Michelfelder. Im Glauben
einer völligen Anonymität und damit verbundenen Risikolosigkeit
würden im Darknet Drogen, Waffen und weitere illegale Waren zum Kauf
angeboten. Gerade diese scheinbare Anonymität verleite auch Menschen,
die sich sonst nicht trauen würden, illegale Waren zu kaufen oder zu
verkaufen zum kriminellen Tun, führte der Präsident zum wachsenden
Markt in diesem Bereich aus. Dies sei jedoch ein Irrglaube, was
erfolgreiche Ermittlungen des LKA belegen. „Bei allen kriminellen
Aktivitäten in der virtuellen Welt gibt es eine Schnittstelle in die
reale Welt. Die Ware muss übergeben werden, das Geld muss fließen“,
so Michelfelder weiter. Dies sei der Schlüssel zum Ermittlungserfolg
des Landeskriminalamtes. 126 Fachleute der Ermittlungsabteilung
Cybercrime und digitale Spuren arbeiten demnach daran, gemeinsam mit
Verdeckten Ermittlern, Fallsachbearbeitern und Observationskräften
den Schleier der Anonymität zu lüften.

Unterlegt wurden diese Ausführungen mit einem Einblick in die
Warenwelt des Darknets durch einen IT-Experten der Fachabteilung.
Rauschgift, Waffen, Falschgeld und gefälschte Pässe werden auf
Verkaufsplattformen des Darknets zu Kauf angeboten. Um den damit
einhergehenden Gefahren für die Innere Sicherheit nachhaltig begegnen
zu können, wurde im Jahr 2012 die Abteilung Cybercrime/ Digitale
Spuren beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg eingerichtet. Ein
wesentlicher Erfolgsfaktor dieser hochspezialisierten Abteilung ist
die Zusammenführung von klassischen kriminalistischen
Ermittlungskompetenzen mit dem fachspezifischem Know-How hochwertiger
IT-Spezialisten.

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