Kosovos Premierminister Mustafa besucht Stuttgart

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Premierminister der Republik Kosovo, Isa Mustafa, empfangen. Der Kontakt und die Kooperationen zwischen dem Kosovo und Baden-Württemberg seien eng und sollen weiter ausgebaut werden, so Kretschmann. Zuvor hatte Europaminister Peter Friedrich die Delegation zu einem Wirtschaftsgespräch geladen.

„Der Kontakt und die Kooperationen zwischen dem Kosovo und Baden-Württemberg sind eng und wir möchten diese weiter ausbauen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Begrüßung von Isa Mustafa, dem Premierminister der Republik Kosovo, im Neuen Schloss in Stuttgart. Und er betonte: „Kosovo hat auf seinem nicht immer leichten politischen Weg bis heute einiges erreicht. Durch die Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union ist er auf einem guten Weg. Baden-Württemberg möchte die Entwicklung des Kosovo nachhaltig unterstützen.“

Engen Kontakt und Kooperationen mit Kosovo weiter ausbauen

Angesichts der Flüchtlingskrise hatte Baden-Württemberg unlängst gemeinsam mit der deutschen Bundesregierung Regelungen beschlossen, die den legalen Zugang zu unserem Arbeits- und Ausbildungsmarkt erleichtern. Dem ging ein Besuch des baden-württembergischen Europaministers Peter Friedrich und der Ministerin im Staatsministerium, Silke Krebs, im Kosovo voraus, die sich vor Ort ein Bild machten, um die Hintergründe des großen Zustroms von Menschen aus dem Kosovo in Erfahrung zu bringen. Ein Ergebnis war, dass den Menschen oft berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und persönliche Perspektive fehlen.

Land leistet Starthilfe im Ausbildungsbereich

„Baden-Württemberg leistet im Ausbildungsbereich gerne Starthilfe“, sagte der Ministerpräsident beim Treffen mit Mustafa in Stuttgart. Das erfolgreiche baden-württembergische System der dualen Berufsausbildung biete gute Möglichkeiten, um qualifizierte Fachkräfte zu sichern. Auch den Studierendenaustausch wolle man weiter voranbringen. Ein Projekt der Diakonie Baden-Württemberg ermögliche bereits rund 30 jungen Kosovaren eine Ausbildung in Pflegeeinrichtungen der Diakonie, erläuterte Kretschmann.

Premierminister Mustafa besuchte Stuttgart in Begleitung einer hochrangigen politischen Delegation, wie etwa der kosovarischen Ministerin für Handel und Industrie, Hykmete Bajrami, der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Blerand Stavileci, und dem Minister für Arbeit und Soziales, Arban Abrashi. Am Treffen von Ministerpräsident Kretschmann mit Premierminister Mustafa und dessen Delegation nahmen von baden-württembergischer Seite auch die Ministerin im Staatsministerium, Silke Krebs, Europaminister Peter Friedrich, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sowie Peter Hofelich, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, teil.

Wirtschaftsgespräch mit Unternehmen

Am Vormittag hatte der Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, Peter Friedrich, die Delegation zu einem Wirtschafts-Round-Table geladen. Ziel des Gesprächs war es, Kosovo als Wirtschaftsstandort zu präsentieren und interessierte baden-württembergische Unternehmen und Wirtschaftsverbände über Investitionsmöglichkeiten im Kosovo zu informieren.

Europaminister Friedrich betonte: „Die europäischen Perspektiven der Westbalkanstaaten und gerade auch des Kosovo sind uns ein wichtiges Anliegen. Baden-Württemberg unterstützt deshalb die Verbesserung von Rahmenbedingungen für die dortige Wirtschaft.“ Denn wirtschaftlich gute Perspektiven seien ein Schlüssel zum Wohlstand eines Landes.

Potential des Kosovo interessant für Exportland Baden-Württemberg

„Sowohl im Kosovo als auch bei uns bietet die Wirtschaft Raum für Entwicklung. Die Zugewandtheit Kosovos nach Europa ist eine wichtige Basis für Handel und Investitionen. Im Kosovo gibt es mehr Wirtschafts- und Investitionsmöglichkeiten, als hierzulande vielleicht bekannt ist, das hat der heutige Wirtschafts-Round-Table deutlich gezeigt“, so Friedrich. Für Baden-Württemberg als stark exportorientiertes Land und seine Wirtschaft sei das Potential Kosovos daher interessant.

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