Zeuge sieht Blut an den Händen eines Mannes

NSUDer Staatsanwalt Christoph Meyer-Manoras hat dazu weitergehende Ermittlungen abgelehnt:

In der heutigen Sitzung des NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg geht es erneut um den Anschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn mit Schwerpunkt des Mordes der Polizistin Kiesewetter im Jahr 2007.

Ein weiterer Zeuge hat heute morgen ausgesagt, er habe Verdächtiges gesehen.
Der Zeuge Anton M. will drei Menschen gesehen haben: eine junge Frau mit gepunktetem Kopftuch bestanden und zwei Männer, von denen einer mit blonden Haaren seine  blutverschmierte Hände im Neckar gewaschen habe. Der Zeuge habe die drei sogar gefragt, ob sie Hilfe benötigten. Er habe dabei bei der Frau außergewöhnlich grüne Augen gesehen.

Die Gruppe habe er später noch ein weiteres Mal an einem anderen Punkt gesehen. Die Personen hätten sich vor ihm in den Büschen versteckt. Ein Mann habe einen polnischen Akzent gehabt. Anton M. gibt an, er sei von der Polizei, als er sich gemeldet habe, wieder nach Hause geschickt worden, weil er die korrekte Uhrzeit nicht gewusst habe. Auch sei ein Angler, den er als möglichen Zeugen angegeben habe, von der Polizei nicht ermittelt worden.

Es folgte die Befragung von Muzaffer K., der berichtet, er sei mit seiner Frau am Tattag in Heilbronn gewesen und im Wertwiesenpark gesessen.  Als ein Hubschrauber aufgetaucht sei, habe er 2 rennende Personen gesehen. Eine Person sei auf sie zu, die andere von ihnen weg gerannt. Der erste habe sich nach dem Hubschrauber umgeschaut und sei im Rennen über eine am Boden liegende Frau gesprungen. Danach habe der blonde Mann mit blauer Hose und weißem Shirt sich auf dem Fahrradweg entfernt.

Es folgt die Vernehmung seiner Frau Zeliha K. als weitere Zeugin. Sie berichtete für den Vorsitzenden Drexler überraschend, daß sie einen schwarz gekleideten Mann mit Rucksack gesehen habe, den sie  vor einigen Wochen auf einem ihr von der Polizei erst jetzt vorgelegten Foto wieder erkannt habe. Der Ausschuß will sich dazu das Foto noch vorlegen lassen. Sie meint, einer der Hubschrauber müsse die ganze Szene aufgenommen haben. Er habe gefilmt und hätte die Farbe Blau gehabt.

Die folgende Befragung des Polizisten KOR Axel Mögelin ergab, daß von den 2 von Anton M. erwähnten Anglern nur der Zweite ermittelt werden können. Dieser habe aber keine Angaben machen können. Weiter abwärts des Neckars habe man blutige Taschentücher gefunden, aber diese erst viel später untersucht, als Anton M. seine Aussage gemacht habe.

Mögelin berichtet, daß der Staatsanwalt bezüglich der Aussage der Zeugin Zeliha K. und des Zeugen Anton M. keine Verfolgung gewollt habe. Auch gebe es in Heilbronn keine direkten Hinweise auf die Tatverdächtigen Mundlos und Böhnhardt. Man habe vor Ort lediglich die Kontrolle des Wohnmobils.

Die Polizistin Michèle Kiesewetter wurde am 25. April 2007 auf der Heilbronner Thersienwiese ermordet, ihr Kollege Martin Arnold überlebte dabei nur schwer verletzt. Für die Bundesanwaltschaft ist der Fall geklärt: Für sie sind die Täter die Rechtsterroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Es gibt jedoch immer mehr Zweifel in verschiedenen Richtungen.
Die „politisch korrekte“ behandlung des Falles ist auffällig, daran wird auch der PUA in Baden-Württemberg nichts ändern, denn nicht einmal die Überlegung wird angestellt, ob nicht Martin Arnold das Hauptziel des Anschlags war, geschweige denn, ob es nicht ganz andere Hintergründe und Zusammenhänge gegeben hat. Fest steht bislang nur, daß es ein erhebliches Behördenversagen – ob gewollt oder nicht – gegeben hat.

Unterdessen scheint klar zu sein, daß es einen neuen Untersuchungsausschuss des Bundestages  zur NSU-Affäre geben soll. Er wird sich vor allem mit der Rolle des Verfassungsschutzes befassen. Die Bundestagsparteien haben sich darauf geeinigt.

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