Land nimmt 85 Prozent mehr Flüchtlinge auf als im Vorjahr

Im Jahr 2014 hat Baden-Württemberg insgesamt 25.673 Asylsuchende (Erstantragsteller) aufgenommen.

Gegenüber dem Vorjahr (13.853 Personen) bedeutet dies nochmals eine deutliche Zunahme um 11.820 Personen oder um rund 85 Prozent. Damit steigt der Flüchtlingszugang im siebten Jahr in Folge.

Mit 5.557 Personen kamen die meisten Asylbewerber aus Syrien, danach folgten Asylbewerber aus Serbien (3.233 Personen) und dem Kosovo (2.788 Personen), gefolgt von Gambia (2.237 Personen) und Eritrea (1.395 Personen). Zusammen machten die Flüchtlinge aus diesen fünf Staaten mit 15.210 Personen mehr als die Hälfte des Gesamtzugangs 2014 aus. „Mit Blick auf die Herkunftsländer fällt vor allem der starke Zuwachs der Asylsuchenden aus Syrien auf. Deren Anzahl hat sich im Vergleich zum Jahr 2013 mehr als vervierfacht. Jeder fünfte Asylsuchende im Land kam 2014 aus Syrien“, sagte Integrationsministerin Bilkay Öney heute (28. Januar 2015) in Stuttgart.

Trotz überwiegend „sicherer Herkunftsstaaten“ kommen seit Ende 2014 etwa 60 Prozent der Asylbewerber aus den Balkanländern (Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo). Öney: „Die Fluchtursachen aus diesen Ländern sind verständlich, aber hier gesetzlich nicht anerkannt. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass der Bund dieses in die Länder hinein kommuniziert und dass die Fluchtursachen bekämpft werden.“
Sprachförderung, schnellere Asylverfahren und weiterer Ausbau der Erstaufnahme bleiben Herausforderungen

Für die Ministerin geht es nun darum, die bundesrechtlichen Erleichterungen beim Arbeitsmarktzugang von Asylbewerbern umzusetzen. „Der Bund hat das Arbeitsverbot von neun auf drei Monate verkürzt. Nun müssen Länder und Kommunen jene Menschen, die eine Bleiberechtsperspektive haben, auch möglichst schnell in Arbeit integrieren“, so Öney. Hierzu hat das Integrationsministerium ein Konzept erarbeitet, das zweierlei vorsieht: Zum einen sollen Flüchtlinge möglichst schon in der Erstaufnahme ihre schulischen und beruflichen Qualifikationen angeben können. Zum anderen will das Land in eine bessere Sprachförderung investieren.

Zudem appelliert Öney an den Bund, das Personal beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weiter aufzustocken. „Nur mit mehr BAMF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir die Asylverfahren deutlich verkürzen. Das entlastet nicht nur Länder und Kommunen, das schafft auch für die Betroffenen Klarheit.“

Auch in diesem und im kommenden Jahr baut das Land seine Plätze in der Erstaufnahme weiter aus. Im Frühjahr 2015 soll in Ellwangen eine Landes-erstaufnahmeeinrichtung (LEA) für Flüchtlinge ihre Arbeit aufnehmen, zudem soll Mannheim eigenständiger LEA-Standort werden (Start Mitte 2015). Weitere LEAs sind in Freiburg (Start zweite Jahreshälfte 2016) und in Schwäbisch Hall geplant.
Dank an tatkräftige Aufnahmebehörden, Verbände und Ehrenamtliche

Ministerin Öney dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LEAs in Karlsruhe und Meßstetten, den Verantwortlichen in den Regierungsbezirken, Stadt- und Landkreisen und Kommunen, den in der Flüchtlingsarbeit tätigen Verbänden sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort. Öney: „Gemeinsam ist es uns gelungen, auch 2014 die Aufnahme, Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Baden-Württemberg zu organisieren.“

Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr im Rahmen von Aufnahmekontingenten des Bundes zusätzlich 1.231 Personen, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind, aufgenommen. Die Flüchtlinge wurden auf die Stadt- und Landkreise verteilt. Darüber hinaus wurden im Rahmen sogenannter Resettlements weitere 153 Flüchtlinge aufgenommen, insbesondere aus Afghanistan, Syrien und dem Irak.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zählte im Jahr 2014 insgesamt 202.834 Asylanträge. Das sind 75.811 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Erstantragsteller ist auf nunmehr 173.072 Personen gestiegen. In seiner jüngsten Prognose geht das BAMF davon aus, dass sich die Zugangszahlen im Jahr 2015 auf ähnlich hohem Niveau bewegen werden als 2014.

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Ein Gedanke zu “Land nimmt 85 Prozent mehr Flüchtlinge auf als im Vorjahr

  1. Die Fluchtursachen dürfen nicht nur aus Ländern wie Serbien, dem Kosovo, gefolgt von Gambia und Eritrea bekämpft werden, sondern mit Blick auf die Herkunftsländer fällt vor allem der starke Zuwachs der Asylsuchenden aus Syrien auf. Deren Anzahl hat sich im Vergleich zum Jahr 2013 mehr als vervierfacht. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass der Bund dieses in die Länder hinein kommuniziert und dass die Fluchtursachen bekämpft werden.“

    Ich schlage vor, daß die Fluchtursachen für alle Länder bekämpft werden sollten, damit die Menschen dort bleiben und in IHREM Heimatland die Zustände verändern, anstatt dem deutschen Steuerzahler immer mehr auf der Tasche zu liegen. Wir Idioten dürfen für alles bezahlen, weil das gewissen- und verantwortungslose „Volksvertreterf“ das so wollen.

    Erleichterungen zum Arbeitsmarktzugang? Wie bekloppt ist diese Person eigentlich? Wir haben hier insges. mindestens 8 Millionen Arbeitslose und diese dumme Pute, ich würde sie ja viel lieber als etwas anderes bezeichnen, aber das geht trotz Meinungsfreiheit nicht, will Afrikaner ohne Deutschkenntnisse in den Arbeitsmarkt integrieren und das so schnell wie möglich. Was raucht diese blöde Kuh eigentlich?

    Erst wenn das deutsche Volk durch diese Polit-Elite nicht mehr existiert, weil es durch „kulturelle Bereicherer“ aus der dritten Welt ausgetauscht wurde, wird es vielleicht zur Besinnung kommen, aber das glaube ich eher nicht, weil es ja dann ohnehin schon zu spät ist, denn alles andere ist den Menschen hier viel wichtiger, als ihr Leben, ihre Existenz und das ihrer Nachfahren zu sichern. Brot und Spiele zur Ablenkung sind das, was diesem Volk wichtiger ist, als ihre Zukunft. Die Nachfahren werden Euch dafür verfluchen.

    Wenn wir dann endlich genügend Terroristen im Land haben, kann der Bürgerkrieg „endlich“ auch hier losgehen und die Deutschen können sich schon mal auf ihre Flucht vorbereiten, was poilitisch korrekt gerwollt ist. Vielleicht finden sie ja ein Land, das sie dann auch so großzügig aufnimmt und ihnen Zucker in den Ar… bläst????????????

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