Stromnetzbetreiber legen Planung vor

Übertragungsnetzbetreiber legen überarbeiteten Netzentwicklungsplan 2014 vor

Die Übertragungsnetzbetreiber haben einen überarbeiteten Netzentwicklungsplan 2014 an die Bundesnetzagentur übergeben, der einige Änderungen, die Baden-Württemberg betreffen, enthält. Der Plan belege erneut, dass neue Transportnetze von Nord nach Süd für die großen Lastzentren, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, unverzichtbar seien, so Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller.

„Wir müssen uns selbstverständlich über die Dimension und den Art des Ausbaus der Netze unterhalten, aber ihn als Ganzes in Frage zu stellen, ist keine zukunftstaugliche Politik.“

Für Baden-Württemberg bedeute der überarbeitete Netzentwicklungsplan vor allem in einem Punkt eine entscheidende Korrektur früherer Planungen, sagte Franz Untersteller: „Die vor Ort umstrittene Leitung von Bünzwangen im Kreis Göppingen nach Goldshöfe im Ostalbkreis ist in den Ausbauszenarien der Übertragungsnetzbetreiber nicht mehr enthalten. Offensichtlich besteht für diese Leitung anders als noch vor wenigen Jahren kein Bedarf mehr. Der logische nächste Schritt in meinen Augen wäre jetzt, die Leitung auch aus dem Energieleitungsausbaugesetz von 2009 herauszunehmen.“

Als Ersatz für Bünzwangen-Goldshöfe schlägt der baden-württembergische Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW vor, den Endpunkt von einer der drei im SuedLink geplanten Teiltrassen von Goldshöfe bei Aalen in den Raum Wendlingen zu verlagern.

Franz Untersteller: „Dieser Vorschlag klingt vernünftig. Damit wäre die Leitung Teil des Netzentwicklungsplans und somit einer regelmäßigen Überprüfung auf ihre Notwendigkeit unterzogen, es würde sich anders als bei Bünzwangen-Goldshöfe um eine Gleichstromübertragung handeln, die technologisch leichter unter die Erde zu legen ist, und sie würde den Zweck erfüllen, in den mittleren Neckarraum hinein den Strom zu bringen, der dort für die Versorgungssicherheit von Unternehmen und Privatleuten nötig ist.“

Zunächst einmal jedoch bleibe festzuhalten, dass für Bünzwangen-Goldshöfe wohl kein Bedarf mehr bestehe, schloss der Umweltminister.

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