Manfred Rommel gestorben

Stuttgarts Alt-Oberbürgermeister Manfred Rommel gestorben

Der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister, Manfred Rommel, ist am 7. November 2013 im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war von 1975 bis 1996 Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt.

Manfred Rommel wurde 1928 in Stuttgart als Sohn des Berufssoldaten und späteren Generalfeldmarschalls Erwin Rommel und dessen Frau Lucie geboren. Er machte 1947 sein Abitur in Biberach an der Riß und studierte anschließend in Tübingen Rechts- und Staatswissenschaften. Im Jahr 1956 erhielt er seine erste Anstellung in der Landesverwaltung, wurde dort 1959 Regierungsrat und dann persönlicher Referent des damaligen Innenministers Hans Filbinger. 1971 wechselte er als Ministerialdirektor in das Finanzministerium und wurde dort später Staatssekretär.

Am 1. Dezember 1974 wurde Rommel als Nachfolger des verstorbenen Arnulf Klett zum Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart gewählt. Er erhielt im zweiten Wahlgang 58,9 % der Stimmen und besiegte damit den SPD-Mitbewerber Peter Conradi. 1978 bemühte er sich im Zuge der Filbinger-Affäre um das Amt des Ministerpräsidenten, unterlag jedoch Lothar Späth.

Seine Wiederwahl zum Stuttgarter OB sicherte er sich am 7. November 1982 mit 69,8 % und am 4. November 1990 mit 71,7 % im jeweils ersten Wahlgang. Von April 1975 bis zum Ende seiner Amtszeit 1996 war er Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetags, Vorsitzender des Städtetags Baden-Württemberg war er 1983 bis 1989. Dem Deutschen Städtetag stand er als Präsident von Mai 1977 bis Mai 1979, von November 1980 bis Mai 1983 und von Mai 1989 bis Juni 1991 und als Präsident des ersten gesamtdeutschen Städtetags bis Mai 1993 vor, Vizepräsident war er von Mai 1979 bis November 1980, von Juni 1983 bis Mai 1985, von Juni 1987 bis Juni 1989 und von Mai 1993 bis Mai 1995. Zudem war er von Juni 1979 bis 1996 Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen. Präsident der „Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft“ war er von 1984 bis 1990.

Die Politik Manfred Rommels wird als tolerant und liberal beschrieben.

Der CDU-Politiker ist seit seiner Verabschiedung als Oberbürgermeister 1996 Ehrenbürger von Stuttgart. Von 1970 bis 2009 war Manfred Rommel ununterbrochen Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg. Von 1995 bis 1999 war Manfred Rommel im Auftrag der Bundesregierung Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Manfred Rommel war seit 1954 mit Liselotte Rommel verheiratet; das Ehepaar hat eine Tochter. 1996 wurde bei ihm die Parkinson-Krankheit diagnostiziert.

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