Drogenlabor in Kraichtal

Verdächtige wurden jetzt wegen eines in Kraichtal betriebenen Drogenlabors festgenommen:  Mit 15 Kilo gramm größte in Baden – Württemberg bekannt gewordene Amphetaminproduktion seit 20 Jahren.

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamtes Stuttgart und des Landeskriminalamtes Baden Württemberg (GER Stuttgart) führt zusammen mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe seit Januar 2012 ein Ermittlungsverfahren wegen illegaler Herstellung von Betäubungsmitteln.
Die Ermittlungen richteten sich gegen die mutmaßlichen Betreiber eines Drogenlabors, in dem im großen Stile Amphetamine hergestellt wurden . Anfang Mai konnte nach umfangreichen Ermittlungen eine 26 – jährige Tatverdächtige in der Nähe von Freiburg festgenommen werden. Bei der Festnahme stellten die Ermittler ein Kilogramm Marihuana sicher, das die Frau in Hundefutter versteckt hatte. Zeitgleich konnte die spanische Polizei in Granada ihr en 33 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen dingfest machen.
Die beiden Deutschen stehen im Verdacht, Anfang 2012 ein Drogenlabor in Kr aichtal betrieben zu haben. Erste Hinweise auf den Betrieb eines Amphetaminlabors im Landkreis Karlsruhe lagen der GER Stuttgart bereits, als im Januar 2012 Beamte des Polizeirev iers Bad Schönborn in Kraichtal in anderem Zusammenhang in einem Kellerraum Reste eines Drogenlabors entdeckten. Die Beamten zogen daraufhin die Spezialisten der GER Stuttgart für die Bekämpfung synthetischer Drogen hinzu. In den Laborresten wurden umfangreiche Syntheserückstände und Chemikalien sichergestellt.
Nach den weiteren Ermittlungen haben die Beschuldigten die Chemikalien für die Produktion hauptsächlich über Strohleute, die Gründung einer Scheinfirma sowie E – Mail – Accounts mit fingierten Personalien über das Internet beschafft und in dem Rauschgiftl abor etwa 15 Kilogramm Amphetamin hergestellt.
Da sich die Tatverdächtigen inzwischen nach Spanien abgesetzt hatten und Hinweise vorlagen, dass sie ihr illegales Treiben von dort aus fortsetzen, haben auch die spanischen Behörden Ermittlungen aufgenommen. Bei der Festnahme des 33 – Jährigen in Granada entdeckte die spanische Polizei eine Cannabis – Indoor – Plantage mit über 250 Pflanzen. Den Rauschgiftfahndern liegen weitere Informationen vor, wonach die Verdächtigen im Sommer 2012 von Sp anien aus über 20 Kilogramm Amphetamin und 20 Kilogramm Marihuana illegal nach Deutschland geschmuggelt und auf den europäischen Markt gebracht haben. Beide Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Deutschland in Untersuchungshaft. Bei der in Kraichtal nach den derzeitigen Erkenntnissen hergestellten Menge an Amphetamin handelt es sich um die größte in den letzten 20 Jahren in Baden – Württemberg bekannt gewordene Produktion der illegalen Droge .

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.