A 8 – Sechsstreifiger Ausbau

A 8 – Sechsstreifiger Ausbau zwischen Hohenstadt und Ulm-West
Straßenbauarbeiten zwischen Dornstadt und Temmenhausen sind vergeben
Das Regierungspräsidium Tübingen hat am 29. Mai 2012 die Straßenbauarbeiten für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 8 im Abschnitt zwischen Dornstadt und Temmenhausen vergeben. Den Auftrag mit einem Volumen von rund 48 Mio. € erhielt das Bauunternehmen Xaver Lutzenberger GmbH & Co. KG aus Pfaffenhausen bei Mindelheim.
Die europaweite Ausschreibung stieß auf ein großes Interesse. Zur Angebotseröffnung im Januar 2012 lagen elf Angebote von Einzelfirmen und Bietergemeinschaften vor.
Der gesamte sechsstreifige Ausbau der Autobahn A 8 zwischen Hohenstadt und Ulm-West über eine Länge von 22,6 km soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen ca. 202,8 Mio. €. Die Besonderheit bei diesem Ausbau der Autobahn ist die Trassenbündelung mit der Neubaustrecke der Bahn zwischen Wendlingen und Ulm auf der Albhochfläche. Für beide Vorhaben wurde ein gemeinsamer Planfeststellungsbeschluss erlassen, welcher seit März 2010 bestandskräftig ist. Beide Projekte werden zeitlich aufeinander abgestimmt realisiert.

Hintergrundinformation:
Der Abschnitt zwischen Dornstadt und Temmenhausen wird als erster der insgesamt vier Bauabschnitte ausgebaut. Er hat eine Länge von 7,8 Kilometer.
Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre.
In diesem Jahr (2012) wird zunächst vorwiegend die bestehende Autobahn provisorisch verbreitert, um während der Bauzeit stets zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung aufrechterhalten zu können. Überwiegend wird die Fahrbahn in Richtung München auf der Südseite verbreitert. Durch dieses Provisorium, das allein Kosten von ca. 4,5 Mio. € verursacht, werden die verkehrlichen Einschränkungen für die Autofahrer auf der A 8 auf ein Mindestmaß reduziert.
Ab dem Jahr 2013 wird der Verkehr beider Fahrtrichtungen über die dann noch vorhandene südliche Fahrbahn und deren Verbreiterung geführt. Auf der Seite ohne Verkehr wird die Fahrbahn mit drei Fahrstreifen und einem Standstreifen komplett neu hergestellt. Nach erneuter Verkehrsumlegung wird im Jahr 2014 schließlich die zweite Richtungsfahrbahn mit drei Fahrtstreifen und einem Standstreifen neu gebaut. Im Jahr 2015 werden dann noch Restarbeiten im Abschnitt zwischen Dornstadt und Temmenhausen ausgeführt.
Im beauftragten Streckenabschnitt sind unter anderem zehn Brückenbauwerke neu zu erstellen, da die Lage der vorhandenen Über- und Unterführungen vielfach nicht mit der Linienführung der ausgebauten Autobahn übereinstimmt und die vorhandenen Bauwerke auch für den neuen Fahrbahnquerschnitt der A 8 zu kurz sind.

Für den Grundwasserschutz werden mehrere Regenrückhaltebecken errichtet. Sämtliches Oberflächenwasser von den Fahrbahnen wird künftig gefasst und kontrolliert abgeleitet. Im Bereich von Dornstadt kommt als aktiver Lärmschutz ein sogenannter Offenporiger Asphaltbelag (OPA) zum Einsatz. Zusätzlich sorgen Lärmschutzwälle für eine effektive Lärmminderung.

Als Ausgleich und Ersatz für den Eingriff in Natur und Umwelt sind bereits vor Baubeginn mehr als zehn Hektar Wald aufgeforstet worden. Weitere naturschutzrechtlich erforderliche Maßnahmen, wie beispielsweise der Bau von Durchlässen für Fledermäuse, werden nun mit dem Ausbau der A 8 realisiert.

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