Landesgesundheitsamt bindet Multiplikatoren

Gesundheit der Menschen in Baden-Württemberg ist ein wichtiger Standortfaktor
Das Landesgesundheitsamt schafft hierfür wichtige Voraussetzungen

Anlässlich der Veröffentlichung seines Jahresberichts 2011 verdeutlichte das Landesgesundheitsamt (LGA) die Bedeutung von Vernetzungsarbeit möglichst vieler Akteure für mehr Gesundheit in Baden-Württemberg. Das Landesgesundheitsamt ist landesweit tätig und gehört zum Regierungspräsidium Stuttgart.

„Das bisher Erreichte ist Grundlage für Neues und zugleich Ausgangspunkt für Verbesserungen und Weiterentwicklung“, brachte der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl Bilanz und Ausblick der verschiedenen Themenfelder und Initativen des LGA zusammen. „Als fachliche Leitstelle für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in Baden-Württemberg ist das LGA in der Krankheitsbekämpfung und gesundheitsbezogenen Prävention landesweit aktiv.“

„Als ein wichtiges Brückenglied bei der Umsetzung gesundheitspolitischer Ziele des Landes und kommunaler Erfordernisse rund um Gesundheit in den Land- und Stadtkreisen gelingt es dem LGA immer wieder“, so Ministerialdirigent Joachim Kohler, Leiter der Gesundheitsabteilung im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, „politische Vorgaben, wissenschaftliche Erkenntnisse, und deren Umsetzung in der Praxis vor Ort zusammenzubringen.“

Anhand von fünf Beispielen führte der Leiter des Landesgesundheitsamts Prof. Dr. Günter Schmolz Zielsetzungen und Tätigkeiten des LGA näher aus:

– Klimabewusster Wohnungsbau reagiert auf den Klimawandel, kann gleichzeitig aber auch durch bessere Gebäudeisolierung, ausreichende Frischluftzufuhr, Vermeidung von Schadstoff- und Schimmelpilzbelastungen sowie energieeffizientere Heiz- und Kochmöglichkeiten für mehr Gesundheit sorgen

– Wohlstandserkrankungen wie Diabetes mellitus sind individuell beeinflussbar durch mehr Bewegung, gesündere Ernährung und Stressvermeidung. Immerhin erkranke in Baden-Württemberg jeder Zehnte an Diabetes. Schon täglich 15 Min. Bewegung helfe der eigenen Gesundheit – so die einfache Botschaft! Die Früherkennung und altersgerechte Behandlung des Diabetes ist eines von acht Gesundheitszielen des Landes als Grundlage der Gesundheitsstrategie Gesund in allen Lebensbereichen.

– Körperliche Aktivität ist geeignet, chronische Erkrankungen zu reduzieren und Wohlbefinden und Lebensqualität positiv zu beeinflussen. Damit diese gesunde Entscheidung leichter fällt und mehr Freude macht, sollte Bewegung wohnortnah in den Alltag integriert und mit sozialer Unterstützung verbunden werden. Bewegungsangebote in der Kommune machen es vor allem älteren Menschen möglich, am Gemeindeleben teil zu haben. Das Zentrum für Bewegungsförderung beim LGA sieht darin auch eine große Chance, dem fatalen Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit/Altersisolation und einer generell verminderten Lebensqualität zu entkommen.

– Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind, sog. Zoonosen, werden in ihrer Bedeutung häufig unterschätzt. Der Infektionsbericht Baden-Württemberg 2001-2010 gibt Hinweise auf die Krankheitslast durch wichtige Erreger und deren Ausbreitung in den letzten Jahren. Über http://www.gesundheitsamt-bw.de ist der Infektionsbericht eingestellt, in Kürze werden regionale Auswertungen möglich sein.

– Multiresistente Erreger breiten sich in Krankenhäusern besorgniserregend aus. Seitdem gesetzliche Regelungen die Rahmenbedingungen in der Krankenhaushygiene angepasst haben, bietet das LGA ein umfangreiches Curriculum für die Gesundheitsämter an. Mit diesem bundesweit einmaligen Angebot können sich die Amtsärzte zum Krankenhaushygieniker fortbilden lassen. Damit verspricht sich das Sozialministerium eine deutliche Verbesserung bei der Überwachung medizinischer Einrichtungen.

Als landesweit tätige Fachbehörde mit ca. 170 Mitarbeitern bringt das LGA unterschiedlichste Kooperationspartner zusammen und fördert den Austausch und Vernetzungen in vorhandenen Strukturen. Es bindet Multiplikatoren ein und bildet sie fort, setzt Impulse, in dem es z. B. „models of good practice“ bekannt macht oder Modellprojekte begleitet, und ist koordinierend tätig.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.